
„ich han viels kumme un viels goh gseh. awer ich bin bliewe.“
“ich habe vieles kommen und gehen sehen. aber ich bin geblieben.”
im bewahre vum guete,
im offene hüs für dr gast,
im wisse um d eigne wurzle,
im friedliche mitenander,
im lächle noch schwere zite,
im muet zur versöhnung,
im respekt vor em gläbte läwe,
un in dr kraft,
trotz alle wechsel sich sälwer trü z bliewe.
im bewahren des guten,
im offenen haus für den gast,
im wissen um die eigenen wurzeln,
im friedlichen miteinander,
im lächeln nach schweren zeiten,
im mut zur versöhnung,
im respekt vor dem gelebten leben,
und in der kraft,
trotz aller wechsel sich selbst treu zu bleiben.
d würd
“dr mensch erkennt sini mitmensche
an dr würd vum gegeüber.
si zeigt sich drin,
grenze z achte
un z wahre.
über ziit un rum hinweg
erhält si sich,
ohni z verblasse.
un trotzdem kennt dr mensch
de quälendi gedanke,
nit würdig gnueg z sii.
wenn dr abschied näher kummt,
wird erscht richtig sichtbar,
wie wichtig d würd isch
– meh als bsitz,
meh als ifluss.
si reicht wiiter
als numme e einzelts läwe.
d würd vertieft sich
durich läbti erfahrung,
durich alles,
was e mensch getrage het
– es sei denn,
er isch broche worde.
durich leid,
durich entwürdigung,
bis langsam verblasst,
wer mer emol gsi isch.
überall uff dr wält lebt mer d lieb.
erscht wenn si d oberhand gewinnt,
verliert s leid sini macht.“


