Qualitäts-Referenz


Qualitäts-Referenz – universitäre Perspektive


Die Qualitäts-Referenz dient als analytischer Reflexionsraum innerhalb der Atlantisaga.
Hier werden die einzelnen Kapitel aller Bände auf Deutsch systematisch untersucht und mit ihren Fassungen in anderen Sprachen vergleichend betrachtet.

Im Zentrum stehen Fragen der
Übersetzbarkeit, Bedeutungsverschiebung, semantischen Dichte, Rhythmik und kulturellen Prägung.
Untersucht wird, wie sich Inhalte beim Übergang zwischen Sprachen verändern, stabilisieren oder neu strukturieren.

Ergänzend zur Textanalyse werden auch Bildsprache und Typografie einbezogen.
Betrachtet wird das Zusammenspiel von Text, Bild und Schriftbild – insbesondere dort,
wo kurze poetische Formen (z. B. Zweizeiler)
in unterschiedlichen kulturellen Kontexten visuell gerahmt werden.

Das Nebeneinanderstellen unterschiedlicher Typografien wird dabei als eigenständiges Qualitätsmerkmal verstanden.
Analysiert wird, wie Schriftwahl, Laufweite, Gewichtung, Weißraum und Zeilenführung
Bedeutung mittragen, akzentuieren oder verändern
und wie sie mit Bild und Text gemeinsam Resonanz erzeugen.

Untersucht wird zudem,
wie kulturelle Lesegewohnheiten Würde, Nähe, Distanz, Ernsthaftigkeit oder Offenheit
nicht nur sprachlich, sondern auch typografisch codieren.

Die Analyse versteht Sprache, Bild und Typografie nicht als dekorative Elemente,
sondern als gleichwertige Bedeutungsträger innerhalb eines kulturellen Deutungsraums.

Dieser Bereich eignet sich als vergleichender Forschungs- und Lehrraum
für Sprach- und Übersetzungswissenschaft, Kultur- und Medienwissenschaft,
Typografie, Designforschung, Philosophie und Didaktik
sowie für interdisziplinäre Seminare mit Fokus auf Mehrsprachigkeit und visuelle Kommunikation.

Die Atlantisaga unterzieht sich hier einer offenen Selbstprüfung.
Texte, Bilder und typografische Entscheidungen werden transparent nebeneinandergestellt,
Analyseentscheidungen explizit gemacht
und Unterschiede nicht nivelliert, sondern dokumentiert.

Ziel ist keine Standardisierung von Ausdruck,
sondern die sichtbare Auseinandersetzung mit Qualität, Resonanz und Differenz
im Zusammenspiel von Sprache, Bild und Schrift.



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