1.2 – Die Würde

„Würde bleibt,
auch wenn alles andere fehlt.”


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Endlich lernen wir,
überall zu erkennen,
wie Gemeinschaft
aus dem Kreis erwächst,
uns formt
und doch individuell
einen kostbaren Schatz
in uns hinterlässt:
die Würde.


Die Würde


Der Mensch erkennt einander
an der Würde des Gegenübers.

Sie zeigt sich darin,
Grenzen zu achten
und zu wahren.

Über Zeit und Raum hinweg
erhält sie sich,
ohne zu verblassen.

Und doch kennt der Mensch
den quälenden Gedanken,
nicht würdig genug zu sein.

Wenn der Abschied naht,
wird erkennbar,
wie bedeutend die Würde ist
– mehr als Besitz,
mehr als Einfluss.

Sie reicht weiter
als ein einzelnes Leben.

Würde vertieft sich
durch gelebte Erfahrung,
durch das,
was ein Mensch getragen hat
– es sei denn,
er wurde gebrochen.

Durch Leid,
durch Entwürdigung,
bis die Erinnerung daran schwindet,
wer man dereinst einmal war.

Überall lebt man die Liebe.
Erst wenn sie die Oberhand gewinnt,
verliert das Leid seine Macht.

Dann kann Würde
wieder sichtbar werden.